Baustein: Schuleingangsphase

„Zentrales Ziel der Schuleingangsphase ist, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Dabei hat sich das Verständnis von "Schulfähigkeit" gewandelt. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass Kinder im Verlauf ihrer Entwicklung gleichsam von selbst den Zeitpunkt der Schulfähigkeit erreichen. Heute wird Schulfähigkeit als gemeinsame Aufgabe verstanden, an der Eltern, Erzieher und Pädagogen durchgängig von der vorschulischen Erziehung bis in die Grundschule hinein mitwirken. Nicht das Kind entwickelt sich bis zur Schulfähigkeit, sondern die Schulfähigkeit des Kindes muss entwickelt werden.“  Zitat aus „Bildungsportal NRW“.

 

Vor der Einschulung

Bei  der Anmeldung nehmen die Kinder an einem Einschulungsverfahren teil. Ziel des Verfahrens ist es, die Kinder vor Schulbeginn kennen zu lernen.


Schwerpunkte der Beobachtung sind:

Sprachkenntnisse, Kommunikationsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, sozial-emotionale Kompetenz, kognitive Fähigkeiten, Grob- und Feinmotorik, Konzentration und Ausdauer, Belastbarkeit sowie Lern- und Arbeitsverhalten.

Anschließend finden Beratungsgespräche mit den Eltern statt, um gegebenenfalls durch gezielte Förderung noch vor der Einschulung (z. B. bei geringen Sprachkenntnissen oder bei Entwicklungsverzögerungen) den Kindern einen erfolgreichen Schulstart zu ermöglichen.

 Zwischen Kindergarten und Schule findet ein regelmäßiger Austausch über Voraussetzungen und Gestaltung des Übergangs statt. Folgende gemeinsame Aktionen sind daraus entstanden:

1. Schulspiele

2. Die Vorschulkinder besuchen idie Schule am Nachmittag mit ihren Erzieherinnen. Gemeinsam mit einer Lehrerin erkunden sie das Schulgebäude und-gelände.

3. Die Vorschulkinder besuchen die Schule kurz vor den Sommerferien und nehmen 2 Stunden am Unterricht einer Klasse teil.

 Organisation der Schuleingangsphase

Die Schuleingangsphase umfasst die Klassen 1 und 2 als Einheit. Die Kinder verbleiben je nach Lernausgangslage ein bis drei Jahre in dieser Stufe.

Die Schuleingangsphase

 Die ersten Wochen dienen dem Einleben in die Sozial- und Lernformen des Unterrichts. Beim Zurechtfinden in den Pausen helfen „Patenkinder“ aus den vierten Schuljahren.

 Durch gezielte Beobachtung und Diagnose werden Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler sowie Lernschwierigkeiten festgestellt. 

In regelmäßigen Beratungsgesprächen werden Eltern und Kinder in Fördermaßnahmen eingebunden.

 Die fortlaufende Diagnose und Beobachtung helfen, jedes Kind in seinem individuellen Lernen genau im Blick zu halten. Anhand der jeweiligen Lernausgangslage können Schwächen abgebaut und Stärken unterstützt und ausgebaut werden.

 Der Unterricht lebt von offenen Unterrichtssituationen. Tagespläne, Wochenpläne, Werkstattunterricht, Stationenlernen, Freiarbeit und andere Methoden des offenen Unterrichts ermöglichen den Kindern ihren jeweils individuellen Lernweg zu finden.

 Ein weiterer Bestandteil der Lerndokumentation  und individuellen  Lernentwicklung ist die Sammlung von Arbeitsergebnissen der Schülerinnen und Schüler im Portfolio.

 Das schnell lernende und sozial emotional gefestigte Kind erhält die Möglichkeit, die Eingangsstufe in einem Jahr zu durchlaufen und alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mitarbeit im dritten Schuljahr zu erlangen.

 Die meisten Kinder werden beide Jahre nutzen, um individuell ihre Leistungsmöglichkeiten zu erkennen und zu entwickeln.

 Leistungsschwächere Kinder oder solche, deren Lernmotivation erst geweckt werden muss, haben Zeit, in drei Jahren ihren Lernweg zu finden.